
Dort, wo sich ehemals die Tagebaue Helmstedt und Wulfersdorf befanden, wird in naher Zukunft in der Region Helmstedt (Niedersachsen)/Harbke (Sachsen-Anhalt) ein touristisch reizvolles länderübergreifendes Bade- und Freizeitgewässer entstehen. Das Seeprojekt ist für die strukturschwache Region von sehr großer Bedeutung. Nach kompletter Auskohlung des Areals läuft das Gebiet nach und nach mit Wasser voll.
Kurzcharakteristik Helmstedt-Harbke See - Wasserfläche 4 qkm
- Wasserinhalt 122 Mio. m³
- Ziel ist eine stufenweise Zwischennutzung, erster Schritt wird die Anlage eines Wander- und Radwanderwegenetzes um den See sein.
Schüler des Gymnasiums Julianum erstellen 3D-animiertes Modell vom Helmstedt-Harbke See; Übergabe an die Stadt Helmstedt
Die Entwicklung des Tagebausees trifft auf großes Interesse bei zwei Schülern des Gymnasiums Julianum. Um die Entwicklung des Sees werbewirksam darzustellen, erarbeiteten Timon Müller, 9. Klasse, und Leonhard Grube, 7. Klasse, im Rahmen eines freiwilligen Informatik-Projektes eine professionelle 3D-software-basierte Animation vom Tagebauseeprojekt vom jetzigen Zeitpunkt bis zum Jahr 2080.
Am 04.02.2010 übergaben sie die erarbeitete 3D-Animation im Beisein von Vertretern der E.ON Kraftwerke GmbH an Helmstedts Bürgermeister Heinz-Dieter Eisermann. "Ich bin überwältigt von der Arbeit", lobte Eisermann die beiden Schüler.
Die Videodatei zeigt einen ca. dreiminütigen Flug durch die modellierte Landschaft mit animierter Darstellung des steigenden Wasserspiegels sowie Objekte wie Windkraftanlagen, Strommasten und im Masterplan der Stadt Helmstedt angedachte Freizeiteinrichtungen.
Zur Ansicht des Modells klicken Sie bitte auf die beigefügte Präsentation. Die Stadt Helmstedt plant darüber hinaus, die Computeranimation über einen Monitor in der städtischen „Info am Markt“ für jedermann zugänglich zu machen.
Das Schülerprojekt des Gymnasiums Julianum wurde durch die Kooperation mit der E.ON Kraftwerke GmbH und der Stadt Helmstedt ermöglicht.


Zur Klärung der weiteren Entwicklung des Tagebaus Helmstedt-Wulfersdorf hat das Büro Herbstreit Landschaftsarchitekten aus Hildesheim eine Masterplanung für den zukünftigen Helmstedt-Harbke See erarbeitet. Hiermit wurde ein ganzheitliches, länderübergreifendes und zukunftsfähiges Nutzungskonzept für die Bergbaufolgelandschaft entwickelt, das insbesondere die Entwicklungsmöglichkeiten für Freizeit und Erholung beleuchtet.
Baden, Wassersport, Angeln, Naturschutz: jeder Sektor wird seinen Bereich erhalten.
In dem Nutzungskonzept finden sich die kurz- und langfristigen Zielsetzungen anhand von folgenden drei Entwicklungszeiträumen wieder: Konzeption 2015, Szenario 2040 und Szenario 2080.
Im Gegensatz zu einem touristischen Großprojekt als Einzelmaßnahme, das die Gefahr birgt, unflexibel und instabil zu sein, liegt dem Masterplanung eine modulare Entwicklung aus Basisinvestionen und verschiedenen Ausbaustufen zugrunde. Diese Konzeption hat den Vorteil, von einer Grundausstattung des Raumes auszugehen, nachfrageorientiert nach einem Baukastenprizip flexibel wachsen zu können.
Auf Basis der Masterplanung können die weiteren Planungen, Abstimmungen, Vorbereitungen und auch Fördermittelakquisitionen erfolgen.
Im Bereich der Infrastrukturförderung erfüllt das Tagebauseeprojekt die Förderkriterien der EU-Förderperiode 2007 bis 2013.

Im Rahmen des Tagebauseeprojektes wurde auch die Idee einer länderübergreifenden Landesgartenschau im Bereich des Tagebauseegeländes Helmstedt/Harbke für das Jahr 2014 entwickelt. Mit dem Zielhorizont des Jahres 2014 für gewisse Teilnutzungsbereiche zeichnet sich eine greifbare Perspektive für die künftigen Freizeit- und touristischen Nutzungen des Tagebauseebereiches Helmstedt/Harbke ab.
Um die Möglichkeiten zur Durchführung einer Landesgartenschau zu untersuchen, wurde das Büro Herbstreit Landschaftsarchitekten im Dezember 2007 beauftragt, eine Machbarkeitsstudie zu erarbeiten.
Durch eine Darstellung von Rahmenbedingung, Chancen und Risiken einer Gartenschau sollen mit der Machbarkeitsstudie Entscheidungsgrundlagen zum weiteren Vorgehen ausgearbeitet werden. Zugleich wird hiermit der zentrale Baustein für eine eventuelle Bewerbung entstehen. So wird die Machbarkeitsstudie auch dazu geeignet sein, als Bewerbungsgrundlage die Stadt Helmstedt und ihr Gartenschauvorhaben prägnant und ambitioniert zu kommunizieren. |