Vom Tagebau zum Bade- und Freizeitsee - wir planen länderübergreifend!![]() Dort, wo sich ehemals die Tagebaue Helmstedt und Wulfersdorf befanden, wird in naher Zukunft in der Region Helmstedt (Niedersachsen)/Harbke (Sachsen-Anhalt) ein touristisch reizvolles länderübergreifendes Bade- und Freizeitgewässer entstehen. Das Seeprojekt ist für die strukturschwache Region von sehr großer Bedeutung. Nach kompletter Auskohlung des Areals läuft das Gebiet nach und nach mit Wasser voll. Kurzcharakteristik Lappwaldsee
Der zukünftige See wird im Endstadium ca. 4 km² groß sein und etwa 11 km Uferlänge aufweisen. 122 Mio. cbm Wasser werden dieses „Loch“ einst füllen und die max. Tiefe wird 66 m betragen. Regionaler Kontext Der Landkreis Helmstedt ist eine Region im Übergang. Aus dem einem „Zonenrandgebiet“ ist eine Zentrallage in einem wichtigen europäischen Entwicklungskorridor geworden. Zudem befindet sich die Region in einem wirtschaftlichen Übergangsprozess, in dem der vormals dominierende Braunkohletagebau zu Ende geht. In den Nachnutzungsoptionen für den Tagebau werden Entwicklungschancen gesehen: Mit dem Lappwaldsee soll das beachtliche Potenzial der Region an naturnahen Erholungsgebieten und kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten um neue Facetten und Angebote bereichert werden. Nutzung / Masterplan Es ist geplant, den Lappwaldsee nach und nach zu einem überregional bedeutsamen Tourismus- und Erholungsgebiet für wasserorientierte Freizeitnutzung auszubauen. Am Lappwaldsee werden Strandbereiche für den Badebetrieb entstehen. Darüber hinaus sind Anlegeplätze für Segel- und Motorboote geplant. Surfen, Wasserski und Regattasport sowie Drachen- und Gleitschirmfliegen werden zu den weiteren freizeitlichen Aktivitäten am See zählen. "Schwimmende Häuser", touristische Anlagen am Wasser, Seepromenaden und möglicherweise auch ein Wasserlandeplatz für Flugzeuge werden am See auf die Besucher warten. Freizeitwohnen wird auf Campingplätzen sowie in Ferienhaus- und Wochenendhäusern nahe am See gelegen sind geplant.
Masterplan See Mit dem vom Büro Herbstreit Landschaftsarchitekten aus Hildesheim erarbeitetem Masterplan für den See liegt ein ganzheitliches, länderübergreifendes und zukunftsfähiges Nutzungskonzept für die Bergbaufolgelandschaft vor. Baden, Wassersport, Angeln, Naturschutz: Jeder Sektor soll später seinen Bereich am Helmstedt-Harbke See erhalten. Wegeanlage (u.a. zur Nutzung als Rad-/Wanderweg) Durch einen Rad- und Wanderweg wird der See länderübergreifend verbunden und erkundbar sein. Um den bereits vorhandenen oberen Rundweg (Bereich ab Eingang vom Büddenstedter Weg bis zum Aussichtspunkt „Petersberg“) weiter zu führen, wird die E.ON Kraftwerke GmbH die nördliche Anbindung (Bereich parallel zur Galgenbreite bis zum ehemaligen Info-Punkt an der B 245a in Richtung Harbke) herrichten. Eine ganzheitliche Schließung des Wegenetzes rund um den See, d.h. Anbindung an den Bereich in Sachsen-Anhalt, wird anschließend in Abstimmung mit der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) erfolgen. Stand der Planung Fläche befindet sich noch in der Bergaufsicht Die Fläche befindet sich zurzeit noch im Eigentum der E.ON Kraftwerke GmbH und obliegt noch der Bergaufsicht. Bevor von dem Grundstück keine Gefahr für Leib und Leben mehr ausgeht, wird keine Entlassung der Flächen aus der Bergaufsicht erfolgen können. Dabei spielt, zumindest bei den nicht ganz flachen Böschungsbereichen, der Wasserstand eine nennenswerte Rolle. Die E.ON Kraftwerke GmbH als derzeitiger Eigentümer des Tagebaubereiches auf niedersächsischer Seite stellt hierzu eindeutig klar, dass definitive Aussagen hinsichtlich einer Grundstücksnutzung und damit auch Übertragung von Flächen erst nach Beendigung des Planfeststellungsverfahrens zur Herstellung eines Gewässers und nach Entlassung aus der Bergaufsicht getroffen werden können. Erst nach der Genehmigung durch das Landesbergamt Clausthal-Zellerfeld können erste Flächen frei gegeben werden, d.h. sind für künftige Aktivitäten nutzbar. Informationspunkt „Am Petersberg” Am Aussichtspunkt “Am Petersberg” im nördlichen Seebereich können sich Besucher an der dortigen Schautafel über die aktuelle Entwicklung der Tagebaufolgenutzung informieren. Zum dortigen Verweilen lädt eine Sitzgruppe ein. Der Aussichtspunkt wurde vom gegenwärtigen Eigentümer der Flächen, der E.ON Kraftwerke GmbH, angelegt. Künftiger Parkplatz am See Am Endes des Büddenstedter Weges richtet die Stadt Helmstedt einen öffentlichen Parkplatz für Besucher-Pkw`s ein.
AktuellesFührungen am See Die Stadt Helmstedt erweitert ihr touristisches Führungsangebot mit "Führungen am See". Geschulte Gästeführer/inenn begleiten die Gäste vor Ort (je nach Wunsch zu Fuß oder mit dem eigenen Rad) und unterrichten sie über die Tagebaugeschichte sowie die Entwicklung und die geplante spätere Nutzung des Gewässers. Termin: Regulär jeden 2. Samstag in den Monaten April bis Oktober, Beginn: 14.00 Uhr Anmeldung erbeten bei: Info am MarktTel.: 05351/399095 doris.hergesell(at)stadt-helmstedt.de
Helmstedt-Harbke See heißt künftig "Lappwaldsee" Zur effektiven Vermarktung wurden Namen für den Helmstedt-Harbke See, den Tagebausee Schöningen-Südfeld und den Tagebausee Treue gesucht. Die Bevölkerung wurde in die Namensfindung einbezogen und hat viele Namensvorschläge eingereicht. Eine Jury hat die Vorschläge gesichtet und plädierte dafür, ein in der Region bekanntes und verbindendes, regional bezogenes Element für alle Seenamen zu bestimmen. Die Jury entschied sich daraufhin dafür, die Höhenzüge in der Region als Namensgeber der einzelnen Tagebauseen auszuwählen. So fassten die Räte der Stadt Helmstedt, der Gemeinde Harbke und der Gemeinde Büddenstedt den Beschluss, dass der Helmstedt-Harbke See künftig den Namen "Lappwaldssee" tragen soll.
Schüler des Gymnasiums Julianum erstellten 3D-animiertes Modell vom Tagebausee; Übergabe an die Stadt Helmstedt Die Entwicklung des Tagebausees trifft auf großes Interesse bei zwei Schülern des Gymnasiums Julianum. Um die Entwicklung des Sees werbewirksam darzustellen, erarbeiteten Timon Müller, 9. Klasse, und Leonhard Grube, 7. Klasse, im Rahmen eines freiwilligen Informatik-Projektes eine professionelle 3D-software-basierte Animation vom Tagebauseeprojekt vom jetzigen Zeitpunkt bis zum Jahr 2080. Am 04.02.2010 übergaben sie die erarbeitete 3D-Animation im Beisein von Vertretern der E.ON Kraftwerke GmbH an Helmstedts Bürgermeister Heinz-Dieter Eisermann. "Ich bin überwältigt von der Arbeit", lobte Eisermann die beiden Schüler. Die Videodatei zeigt einen ca. dreiminütigen Flug durch die modellierte Landschaft mit animierter Darstellung des steigenden Wasserspiegels sowie Objekte wie Windkraftanlagen, Strommasten und im Masterplan der Stadt Helmstedt angedachte Freizeiteinrichtungen. Zur Ansicht des Modells klicken Sie bitte auf die beigefügte Präsentation.
Übersichtspläne SeebereichMasterplanZur Klärung der weiteren Entwicklung des Tagebaus Helmstedt-Wulfersdorf hat das Büro Herbstreit Landschaftsarchitekten aus Hildesheim eine Masterplanung für den zukünftigen Helmstedt-Harbke See erarbeitet. Hiermit wurde ein ganzheitliches, länderübergreifendes und zukunftsfähiges Nutzungskonzept für die Bergbaufolgelandschaft entwickelt, das insbesondere die Entwicklungsmöglichkeiten für Freizeit und Erholung beleuchtet. Baden, Wassersport, Angeln, Naturschutz: jeder Sektor wird seinen Bereich erhalten. In dem Nutzungskonzept finden sich die kurz- und langfristigen Zielsetzungen anhand von Entwicklungszeiträumen wieder. Im Gegensatz zu einem touristischen Großprojekt als Einzelmaßnahme, das die Gefahr birgt, unflexibel und instabil zu sein, liegt dem Masterplanung eine modulare Entwicklung aus Basisinvestionen und verschiedenen Ausbaustufen zugrunde. Diese Konzeption hat den Vorteil, von einer Grundausstattung des Raumes auszugehen, nachfrageorientiert nach einem Baukastenprizip flexibel wachsen zu können. Auf Basis der Masterplanung können die weiteren Planungen, Abstimmungen, Vorbereitungen und auch Fördermittelakquisitionen erfolgen. Im Bereich der Infrastrukturförderung erfüllt das Tagebauseeprojekt die Förderkriterien der EU-Förderperiode 2007 bis 2013.
![]() Machbarkeitsstudie länderübergreifende Landesgartenschau 2014Im Rahmen des Tagebauseeprojektes wurde auch die Idee einer länderübergreifenden Landesgartenschau im Bereich des Tagebauseegeländes Helmstedt/Harbke für das Jahr 2014 entwickelt. Mit dem Zielhorizont des Jahres 2014 für gewisse Teilnutzungsbereiche zeichnet sich eine greifbare Perspektive für die künftigen Freizeit- und touristischen Nutzungen des Tagebauseebereiches Helmstedt/Harbke ab. Um die Möglichkeiten zur Durchführung einer Landesgartenschau zu untersuchen, wurde das Büro Herbstreit Landschaftsarchitekten im Dezember 2007 beauftragt, eine Machbarkeitsstudie zu erarbeiten. Durch eine Darstellung von Rahmenbedingung, Chancen und Risiken einer Gartenschau sollen mit der Machbarkeitsstudie Entscheidungsgrundlagen zum weiteren Vorgehen ausgearbeitet werden. Zugleich wird hiermit der zentrale Baustein für eine eventuelle Bewerbung entstehen. So wird die Machbarkeitsstudie auch dazu geeignet sein, als Bewerbungsgrundlage die Stadt Helmstedt und ihr Gartenschauvorhaben prägnant und ambitioniert zu kommunizieren. |