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19.05.2020

Mehr Schein als Fenster

Das gemalte Scheinfenster am Haus Schuhstr. 9 soll dem Betrachter eine reichhaltigere Fassade vorgaukeln

Gemaltes Scheinfenster gaukelt reichhaltigere Fassade vor  

Wer mit offenen Augen in der Schuhstraße unterwegs ist, wundert sich bei genauer Betrachtung am Haus Nr. 9 über ein Fenster im Obergeschoss, das keines ist. Im Rahmen der Sanierungsarbeiten des dortigen Wohnquartiers wurde deutlich, dass die lange Zeit verborgene Fachwerkfassade hinter der um 1866 vorgemauerten Putzfassade noch so gut erhalten und so wertvoll war, dass sie trotz bauphysikalischer Bedenken wieder sichtbar hergestellt werden sollte.  

Beim Abbau der vorgestellten Wand traten neben der für Helmstedt typischen Fachwerkgliederung Gefache mit aufgemalten „Ranken“ und einem Scheinfenster zu Tage. „Dieses Gestaltungselement diente im Barock dazu, dem Betrachter die Illusion einer schöneren oder reichhaltigeren Fassade zu geben“, erklärt die städtische Denkmalpflegerin Doris Noll. Die Ranken stellten sich bei näherer Untersuchung als barocken Schriftzug heraus mit dem Namen des Eigentümers Arnold Lübeck, der dort ein Gewerbe als Maler und Dekorateur betrieb. Er hat vermutlich auch die Vormauerfassade anbringen lassen, die über hundert Jahre zu sehen war und das Fachwerk verhüllte. 

„Die restauratorische Untersuchung, die vom Landesamt für Denkmalpflege begleitet wurde, zeigte, dass das Gefach des gemalten Fensters mit Backsteinen ausgefacht, mit Strohlehm und einem dünnen Kalkmörtel verputzt ist und abschließend bemalt wurde“, führt Noll weiter aus. Auf dem Scheinfenster sind mit Kreide eine Signatur und das Datum 1866 zu sehen. „Dies gehört jedoch nicht zur eigentlichen Bemalung, sondern wurde wahrscheinlich als „Graffiti“ von den Handwerkern aufgebracht, die die Vormauerfassade anbrachten“, mutmaßt die Denkmalpflegerin.  

Trotz der Hohlschichten im Putz und der absplitternden Malschicht konnten die Malereien gereinigt und restauriert werden. Zum Schutz der empfindlichen Materialen vor Schlagregen wurde eine hinterlüftete Glasscheibe montiert. So kann sich nun die Fachwerkfassade mit dem auskragenden Obergeschoss, dem Scheinfenster und dem Schriftzug als wichtiger Baustein des Straßenzuges in der Schuhstraße präsentieren. 

Die Kreis-Wohnungsbaugesellschaft (KWG) als Vermieter des Objektes teilt mit, dass die Wohnungen des Hauses Schuhstr. 9 ab Juli bezugsfertig sind. Mietinteressenten können sich direkt an die KWG wenden. 

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Saal des Brunnentheater mit Blick auf die Bühne mit roten Vorhang und den großen Kronleuchter

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Zusammen mit der Stadt Helmstedt entwickelt die Kreis-Wohnungsbaugesellschaft Helmstedt mbH ein aktives Flächenmanagement. Hieraus folgern verschiedene Thesen zur Stadtentwicklung, die in einem Leitbild zusammen gefasst wurden und die wir Ihnen über diesen Link zum Nachlesen anbieten.

Gewerbegebiet Barmke-Autobahn

Der Landkreis Helmstedt plant gemeinsam mit der Stadt Helmstedt und der Wolfsburg AG die Entwicklung eines neuen Gewerbegebietes nördlich der BAB 2, Abfahrt 60 Barmke / Rennau.

Im Rahmen der Bauleitplanung ist vorgesehen, das Planungsgebiet mit gewerblichen Anlagen im Sinne des § 8 Baunutzungsverordnung zu entwickeln. Insbesondere für die Logistikwirtschaft bietet das Planungsgebiet durch die unmittelbare Nähe zur BAB 2 eine hohe Qualität. Das Planungsgebiet umfasst nach derzeitigem Stand rund 45 Hektar Gesamtfläche, die sich, bis auf die vorhandenen Feldwege sowie zwei Flächen mit Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen des sechsstreifigen Ausbaus der BAB 2, im vollständigen Besitz des Landkreises Helmstedt befindet.


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