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17.11.2020

Papenberg 14 - Barocke Pracht im Norden

Foto von links nach rechts: Helmstedts Denkmalpflegerin Doris Noll, Prof. Manfred Gerner und die Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft Maren Sommer-Frohms bei der Übergabe des Sonderpreises für das Haus Papenberg 14

Foto Preisverleihung: Laura Plugge/Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte e. V.

Eigentümer erhält für vorbildliche Sanierung einen Sonderpreis  

Bei der Auszeichnung des Deutschen Fachwerkpreises durch die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Fachwerkstädte e. V. konnte sich das Ehepaar Sigrid und Werner Schultz kürzlich über einen Sonderpreis für die beispielhafte Sanierung ihres Fachwerkhauses freuen.  

„Für die vorbildliche Sanierung mit dem Erhalt umfangreicher originaler Substanz des Hauses Papenberg 14 in Helmstedt verleiht die Jury den Sonderpreis im Rahmen des Deutschen Fachwerkpreises an die Familie Schultz“, verkündete der Präsident der Arbeitsgemeinschaft, Professor Manfred Gerner. Die Verleihung fand in Fulda, dem Sitz der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Fachwerkstädte e. V., statt.  

Das repräsentative 1764 erbaute Fachwerkgebäude mit großem Zwerchgiebel im Stil nordischen Barocks diente als Syndikatshaus des Klosters St. Ludgeri, danach als Pfarrhaus der Kirchengemeinde St. Stephani bevor es zum Wohnen umgenutzt wurde.      

Die denkmalpflegerische Zielstellung, die in Zusammenarbeit mit der städtischen Denkmalpflegerin Doris Noll erarbeitet wurde, beinhaltet auch energiesparende Maßnahmen bei konsequenter Erhaltung der originalen Formen und Details. So wurden behutsam Grundrissänderungen zu abgeschlossenen Wohnungen durchgeführt und dabei z. B. nicht mehr benötigte barocke Türen reversibel verschlossen.  

Die Fachwerkwände wurden repariert, der Lehmputz innen ergänzt und die bauzeitlichen Dielenfußböden sowie die Fliesen im Treppenhaus und die originalen Barocktüren einschließlich der Beschläge, das Eingangsportal und die Kreuzstockfenster repariert. Schließlich wurden Dach und Rückseite mit regionaltypischen Krempziegeln eingedeckt und für die Anstriche Leinöl und Silikatfarbe eingesetzt.  

Die Eigentümer, Familie Schultz haben dabei mit mehr als 270 Arbeitsreisen von Berlin nach Helmstedt persönlich einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen geleistet. Das Architektenteam brachten die Eigentümer aus Berlin mit. Die sensiblen Handwerksleistungen wurden im Wesentlichen von Handwerkern aus Helmstedt erbracht.  

„Die gelungene und umsichtige Restaurierung des Hauses Papenberg 14 ist ein weiteres positives Bespiel für das erfolgreiche Zusammenwirken von Eigentümern und Denkmalspflege zur Aufwertung des Helmstedter Stadtbildes“, erklärt die Denkmalpflegerin abschließend.

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