Begrünungsmaßnahmen in der Stadt Helmstedt

Grün statt Grau - Wenig Aufwand, viel Natur

Liebe Gartenbesitzer, liebe Häuslebauer,

 

mit dieser Seite möchten wir Ihnen mögliche naturnahe Maßnahmen in Ihrem Garten näher bringen und zeigen, wie man in einfachen Schritten einen pflegeleichten und ökologisch wertvollen Garten anlegen kann. Die aufgeführten Maßnahmen sind Beispiele und kleine Tipps wie man mit wenig Aufwand eine echte Oase für Mensch, Tier und Pflanze schaffen kann. Lassen Sie sich inspirieren.

 

 

Als erstes Beispiel möchten wir anhand des Beetes auf dem Holzberg Helmstedt zeigen, wie schön und individuell man ein Beet anlegen kann. 

Im  ersten Schritt haben wir den Boden geprüft und uns entschieden, mineralische Erde zu wählen. Mineralische Erden sind die ideale Wahl für Gärtner, die eine pflegeleichte und effektive Bodenlösung suchen. Sie ermöglichen eine gezielte Versorgung der Pflanzen mit Nährstoffen und schaffen optimale Bedingungen für ein kräftiges Wachstum. Gleichzeitig ist mineralische Erde umweltfreundlich und fördert die natürliche Regeneration des Bodens.

Im zweiten Schritt haben wir Pflanzen gewählt die für diesen doch sehr warmen und sonnigen Standort passend sind und die mit wenig Wasser zurechtkommen. 

Wichtig war uns, dass wir heimische Arten wählen, die sich an unseren Gegebenheiten gut anpassen können. 

Hier einige Beispiele für nutzbare, heimische Arten:

für Kiesstreifen für Schmetterlings-/ Insektengärten
Alpen-Aster (Aster alpinus) Alpen-Aster (Aster alpinus)
Alpen Mannstreu (Eryngium alpinum) Bergsteinkraut (Alyssum montanum)
Berglauch (Allium senescens ssp.senescens) Blaue Edeldistel (Eryngium planum)
Färber- Hundskamille (Anthemis tinctoria) Echter Eibisch (Althea officinalis)
Gewöhnlicher Dost Oregano (Origanum vulgare) Echter Odermenning (Agrimonia eupatoria)
Gewöhnliche Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris) Gemeine Nachtkerze (Oenothera biennis)
Gewöhnlicher Natternkopf (Echium vulgare) Gemeiner Thymian (Thymus vulgaris)
Gewöhnliches Sonnenröschen (Helianthemum nummularium) Gewöhnlicher Dost Oregano (Origanum vulgare)
Große Fetthenne (Sedum telephium) Gewöhnlicher Natternkopf (Echium vulgare)
Heide-Nelke (Dianthus deltoides) Gewöhnliche Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris)
Karthäuser-Nelke/ Steinnelke (Dianthus carthusianorum) Große Fetthenne (Sedum telephium)
Kleinblättrige Bergminze (Calamintha nepeta ssp. nepeta) Kleinblättrige Bergminze (Calamintha nepeta ssp. nepeta)
Kriechander Thymian (Thymus longifolius ssp. odoratus) Moschus-Malve (Malva moschata)
Muskatellersalbei (Salvia sclarea) Quendel (Thymus serpyllum)
Phönische Königskerze (Verbascum phenicum) Rosen Malve (Malva alcea)
Schwert-Alant (Inula ensifolia “Compacta”) Steppen-Salbei (Salvia nemorosa)
Sommeraster (Aster amellus) Ysop (Hyssopus officinalis ssp. aristatus)
Stauden-Lein (Linum perenne) Zypressen Wolfsmilch (Euphorbia cyparissus)
Steppen-Salbei (Salvia nemorosa)  
Thymian (Thymus serpyllum)  
Ysop (Hyssopus officinalis ssp. aristatus)  

Pflanzen Sie die verschiedenen Arten nicht zu eng. Im Laufe der nächsten Jahre entwickeln sich die Pflanzen und die Lücken schließen sich. 

Im dritten Schritt haben wir die Zwischenräume mit einer Mineralischen Boden-Deckschicht, wie zum Beispiel Mulch, Kies oder Lava-Mulch) aufgefüllt. Das sieht oft auf den ersten Blick aus wie Schotter, bietet den Pflanzen aber zahlreiche Vorteile. Es hilft, die Feuchtigkeit zu regulieren, Unkrautwachstum zu unterdrücken, den Boden zu schützen und die Bodenstruktur zu verbessern. Die Verdunstung wird reduziert und der Boden wird feucht gehalten. 

Bitte beachten Sie, dass Sie kein Unkrautvlies verwenden. Das Vlies führt zur Einschränkung des Wurzelwachstums, Beeinträchtigung der Bodenbelüftung und eventuell zu Staunässe. Zudem können Bodenlebewesen in ihrer Aktivität eingeschränkt werden und die natürliche Zufuhr von organischem Material, die für die Bodenverbesserung wichtig ist, entfällt. 

Wenn Sie sich im Frühjahr an den vielen verschiedenen Frühlingsblüher erfreuen möchten, wie zum Beispiel Schneeglöckchen, Krokusse, Winterlinge, Narzissen, Tulpen und Hyazinthen, dann denken Sie bitte daran, die Blumenzwiebeln schon im Herbst des Vorjahres einzupflanzen. Viele dieser Blumenzwiebeln sind sogar mehrjährig, sodass man lange daran Freude hat.

Um den Tieren weitere Biotope zu bieten haben wir uns für Totholz-Bereiche und eine Trockenmauer im Pflanzbeet entschieden.

Trockenmauern sind nicht nur optisch, sondern auch ökologisch eine Bereicherung für den Garten. Trockenmauern werden als Stützmauern an Hängen und Terrassen, als Einfassung für Hochbeete oder freistehend zur Unterteilung beziehungsweise Abgrenzung des Gartens gebaut. Der Begriff "Trockenmauer" verrät bereits einiges über die Bauweise: Die Steine liegen "trocken" aufeinander, denn die Fugen werden nicht mit Mörtel verfüllt. Das hat den Vorteil, dass die Fugen bepflanzt werden können und dass in den kleinen Mauernischen viele nützliche Insekten wie Wildbienen und Hummeln Unterschlupf finden. Auch Eidechsen und Blindschleichen wählen die warmen, trockenen Mauerritzen gerne als Bleibe.

Für diese freistehende Trockenmauer haben wir uns gebrauchte Sandsteine genommen und uns vorher grob einen Verlauf auf den Boden gelegt. Bei nicht gewachsenem Untergrund sollte man einen ca 20 – 30 cm tiefen Graben ausheben und diesen mit 10-20 cm groben Kies oder Schotter als Untergrund verfüllen. Gut festgestampft kann es dann auch schon an die erste Reihe der Trockenmauer gehen. Nutzen Sie die größten, flachsten Steine für die unterste Reihe. Legen Sie sie nebeneinander, so dass sie stabil und eben sitzen. Schicht für Schicht kann man nun die Mauer aufbauen. Am besten setzt man die Steine versetzt übereinander, um die Stabilität zu erhöhen. Größere Zwischenräume können später mit etwas Erde und Trockenmauergewächsen gefüllt werden.

Die Mauer sollte nach oben leicht schmaler werden, um Ihre Stabilität beizubehalten.

Beispiele für Trockenmauergewächse: 

Lavendel

Bergaster

Porzellanröschen

Fetthenne

Mauerpfeffer

Hauswurz

Weitere gestalterische Möglichkeiten und Biotope für Tiere sind Bereiche mit Totholz. Viele Insekten, wie Wildbienen, leben im oder vom Totholz. Auch Vögel, Igel, Eidechsen und Pilze nutzen es zum Nisten, Verstecken oder Fressen. Vor allen Dingen fördert es die Artenvielfalt im Garten und lässt sich sehr gut als Abtrennung zwischen Beeten oder als Deko nutzen.

Insenktenhotels

Eine weitere Idee um Insekten mehr Lebensräume zu schaffen sind die sogenannten Insektenhotels.

Viele Insektenhotels aus dem Handel sehen schön aus, sind aber für Insekten ungeeignet oder sogar schädlich. Hier erfahren Sie, worauf Sie wirklich achten sollten: 

 

Wahl der richtigen Materialien

  • Verwende Hartholz (z. B. Eiche, Buche) – kein weiches, splitterndes Holz
  • Schilf, Bambusrohre oder Pappröhrchen sind auch geeignet – wenn sie sauber geschnitten sind
  • Keine Tannenzapfen, Stroh oder Lochziegel – die werden nicht besiedelt

Saubere Bohrlöcher

  • Keine ausgefransten oder gesplitterten Ränder → das verletzt Insekten
  • Durchmesser: 2–9 mm, besonders beliebt: 3–6 mm
  • Tiefe: mindestens 6–10 cm, damit sie gut genutzt werden

Richtige Ausrichtung

  • Süd bis Südost
  • Sonnig, trocken und windgeschützt
  • Nie nach Norden oder in den Schatten

Stabil und wetterfest aufstellen

  • Insektenhotel muss fest stehen oder hängen, nicht wackeln
  1. Keine Lacke mit schädlicher Chemie verwenden
  2. Ganzjährig draußen lassen – viele Tiere überwintern im Insektenhotel
  3. Nicht stören oder reinigen – die Natur regelt das selbst 

Hummelburg bauen

Hummeln gehören zu den Wildbienen und sind sehr wichtig für die Bestäubung von Blüten. Doch werden sie immer seltener. Wir können sie unterstützen, indem wir ihnen einen Ort schaffen, an dem sie im nächsten Frühjahr einziehen und ihr Nest bauen können.

Man braucht:

  • einen Ton-Blumentopf (Durchmesser mindestens 20cm)
  • trockenes Moos, Holzwolle oder Späne
  • ein paar Steine oder Kies
  • ein Brettchen
  • eine Schaufel

Es geht los:

  1. Fülle den Blumentopf ganz locker mit Moos, Holzwolle oder Spänen, etwa bis zur Hälfte
  2. Grabe mit der Schaufel ein Loch in die Erde, so groß, dass der Topf hineinpasst.
  3. Bedecke den Boden des Loches mit einer Schicht Steinen oder Kies.
  4. Stelle den Blumentopf mit der großen Öffnung nach unten auf diese Schicht (halte die Füllung beim Umdrehen mit der Hand etwas fest).
  5. Fülle das Loch um den Topf wieder mit Erde auf.
  6. Lege die Steine als Abstandhalter auf die Erde und lege darauf das Brett. Das ist der Regenschutz für das Einflugloch.

Einfriedungen und Hecken

Zäune und Sichtschutz spielen eine wichtige Rolle beim Anlegen eines Neubau-Gartens. Denn als frischgebackener Eigentümer sitzt man zu Beginn oft auf dem Präsentierteller. Abhilfe und etwas Privatsphäre schaffen schnell wachsende Sträucher und Heckenpflanzen.

 

Schnell wachsende heimische Sträucher & Heckenpflanzen:

  1. Hainbuche (Carpinus betulus)
    → Sehr beliebt für Hecken, dicht & schnittverträglich
    → Wachstum: ca. 30–40 cm pro Jahr
  2. Liguster  (heimischer Liguster, Ligustrum vulgare)
    → Halbimmergrün, sehr schnittfest und robust
    → Wachstum: ca. 40–60 cm pro Jahr
  3. Roter Hartriegel (Cornus sanguinea)
    → Schönes rotes Holz im Winter, wächst schnell
    → Ca. 40–60 cm pro Jahr
  4. Gewöhnlicher Schneeball (Viburnum opulus)
    → Weiße Blüten, rote Beeren, gute Vogelpflanze
    → Ca. 30–50 cm pro Jahr
  5. Heimische Heckenkirsche (Lonicera xylosteum)
    → Locker wachsend, gute Insektennahrung
    → Ca. 30–50 cm pro Jahr
  6. Feldahorn (Acer campestre)
    → Auch als Hecke nutzbar, schnittverträglich
    → Ca. 30–50 cm pro Jahr
  7. Schlehe (Prunus spinosa)
    → Dicht und dornenreich, gut für Vogelschutzhecken
    → Ca. 30–40 cm pro Jahr
  8. Haselstrauch (Corylus avellana)
    → Essbare Nüsse, wertvoll für Tiere
    → Ca. 40–60 cm pro Jahr

     

Fassaden- und Dachbegrünung

Fassadenbegrünung bezeichnet die Bepflanzung von Außenwänden von Gebäuden mit Kletter- oder Rankpflanzen. Sie dient sowohl ästhetischen als auch funktionalen Zwecken: Sie verbessert das Mikroklima, bietet Lebensraum für Insekten, schützt die Fassade vor Witterungseinflüssen und kann zur Wärmedämmung beitragen.

Geeignete Pflanzen für Fassadenbegrünung:

Selbstklimmer (haften direkt an der Wand):

  • Wilder Wein (Parthenocissus tricuspidata / quinquefolia) – schnelles Wachstum, schöner Herbstfärbung. (nicht heimisch)

Gerüstkletterer (brauchen Rankhilfen):

  • Kletterrosen (Rosa spp.) – dekorativ, blühfreudig. (sortenabhängig heimisch)
  • Blauregen (Wisteria) – kräftig wachsend, reich blühend (Vorsicht: braucht stabile Rankhilfen). (nicht heimisch)
  • Clematis – viele Sorten, attraktive Blüten, gut kombinierbar. (nicht heimisch)
  • Geißblatt (Lonicera) – duftend, bienenfreundlich. (heimisch)
  • Hopfen (Humulus lupulus) – schnell wachsend, sommergrün. (heimisch)

Die Wahl der Pflanzen hängt von Standortfaktoren wie Himmelsrichtung, Lichtverhältnissen, Windbelastung und Pflegeaufwand ab.

Bei Denkmalen ist die Denkmalschutzbehörde zu kontaktieren: Denkmalschutz@stadt-helmstedt.de

 

Eine Dachbegrünung ist eine nachhaltige Maßnahme zur ökologischen Aufwertung von Gebäuden. Sie verbessert das Mikroklima, speichert Regenwasser, schützt die Dachabdichtung und bietet Lebensraum für Pflanzen und Tiere.

Arten der Dachbegrünung:

Extensive Begrünung

  • Leicht, pflegearm, naturnah
  • Für flache oder leicht geneigte Dächer (bis ca. 20°)
  • Aufbauhöhe: ca. 6–15 cm
  • Substrat: leicht und nährstoffarm
  • Pflege: 1–2 Mal jährlich

Intensive Begrünung

  • Wie ein Dachgarten, mit Rasen, Stauden, Sträuchern
  • Höhere Traglast und Pflegeaufwand
  • Aufbauhöhe: ab ca. 20 cm

Für begehbare Dächer oder Flachdächer mit ausreichend Tragkraft.

Typischer Aufbau einer Dachbegrünung:

  1. Dachabdichtung (wurzelfest!)
  2. Schutzlage / Trennlage
  3. Drainageschicht (für Wasserabfluss)
  4. Filtervlies (verhindert Verschlämmung)
  5. Substratschicht (entsprechend der Begrünungsart)
  6. Bepflanzung

Geeignete Pflanzen für Niedersachsen (extensive Begrünung):

Diese Pflanzen sind trockenheitsresistent, winterhart und niedrigwachsend:

  • Sedum-Arten (z. B. Fetthenne, Mauerpfeffer)
  • Thymian (Thymus spp.)
  • Hauswurz (Sempervivum spp.)
  • Moose und Flechten
  • Gräser wie Schwingel (Festuca spp.)
  • Wilder Thymian (Thymus serpyllum)

Für intensive Begrünung können zusätzlich verwendet werden:

  • Kräuter (z. B. Schnittlauch, Oregano)
  • Stauden (z. B. Lavendel, Salbei, Frauenmantel)
  • Sträucher (z. B. Zwergweiden, Johannisbeeren)

Genehmigung und Förderung in Niedersachsen:

  • Baugenehmigung ist i. d. R. nicht nötig für extensive Begrünung, außer es handelt sich um stark geneigte oder statisch grenzwertige Dächer. Bei denkmalgeschützten Gebäuden ist die Denkmalschutzbehörde zu kontaktieren: Denkmalschutz@stadt-helmstedt.de
  • Statik prüfen lassen! (Ein Fachplaner oder Architekt kann die Tragfähigkeit beurteilen.)
  • Förderprogramme: die Stadt Helmstedt fördert die Umsetzung von Dach- und Fassadenbegrünug – inforiermieren Sie sich, bevor Sie mit dem Umbau beginnen.

 

Wichtig sind eine gute Planung, eine fachgerechte Ausführung und die Wahl robuster, angepasster Pflanzen.

 

Biotope anlegen

Ein Biotop im Garten schafft Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, fördert die Artenvielfalt und ist mit überschaubarem Aufwand umzusetzen. Die folgenden Schritte helfen Ihnen dabei, Ihr eigenes kleines Naturparadies anzulegen:

1. Standort wählen

Wählen Sie einen ruhigen, sonnigen bis halbschattigen Bereich im Garten. Ideal ist eine Stelle, die möglichst wenig gestört wird – also nicht direkt an der Terrasse oder neben dem Spielbereich.

2. Struktur planen – Vielfalt zählt

Ein funktionierendes Biotop lebt von verschiedenen naturnahen Elementen. Kombinieren Sie – je nach Platz und Interesse – möglichst viele der folgenden Strukturen:

ElementFunktion
Kleiner TeichLebensraum für Frösche, Insekten, Libellen
TotholzhaufenUnterschlupf für Igel, Käfer, Pilze
SteinhaufenSonnenplatz und Versteck für Eidechsen
WildblumenwieseNahrung für Bienen, Schmetterlinge, Hummeln
Heimische HeckenSchutz und Nistplatz für Vögel

Sie müssen nicht alles auf einmal umsetzen – bereits ein kleiner Teich in Kombination mit einer Wildblumenfläche kann viel bewirken.

3. Einen Mini-Teich oder Feuchtbereich anlegen

  • Heben Sie eine Mulde aus (ca. 30–60 cm tief).
  • Legen Sie diese mit Teichfolie oder einer fertigen Wanne aus.
  • Gestalten Sie die Ränder flach und natürlich mit Steinen, Ästen und Pflanzen.
  • Verzichten Sie auf Fische, da diese Insektenlarven und Kaulquappen fressen.

Auch eine einfache Wasserschale mit Steinen als Ausstiegshilfe kann Tieren bereits helfen.

4. Wildblumen ansäen

  • Entfernen Sie Rasen und magern Sie den Boden ggf. mit Sand ab.
  • Verwenden Sie regionale, mehrjährige Wildblumensamen (z. B. Margerite, Kornblume, Wiesensalbei).
  • Verzichten Sie auf Dünger – Wildpflanzen gedeihen besser auf nährstoffarmen Böden.

5. Unterschlupf und Sträucher schaffen

  • Pflanzen Sie heimische Sträucher wie Holunder, Hasel, Schlehe oder Wildrosen.
  • Legen Sie einen Totholzhaufen, Laubhaufen oder ein einfaches Insektenhotel an.
  • Lassen Sie Teile des Gartens bewusst „unaufgeräumt“ – solche Bereiche werden von vielen Tieren bevorzugt.

6. Natur wirken lassen

  • Mähen Sie nicht zu häufig – ein- bis zweimal jährlich reicht für Wildwiesen aus.
  • Verzichten Sie vollständig auf chemische Pflanzenschutzmittel und Kunstdünger.
  • Beobachten Sie, wie sich die Tierwelt im Laufe der Zeit von selbst ansiedelt.

Gartenteich anlegen

Ein Teich im Garten ist nicht nur ein schöner Blickfang, sondern auch ein wertvoller Lebensraum für Vögel, Insekten, Amphibien und Pflanzen. Mit etwas Planung und Geduld können Sie ihn selbst anlegen.

 

1. Planen Sie Lage und Form

  • Sonniger Standort: Ideal sind 4–6 Sonnenstunden täglich. Vermeiden Sie Plätze direkt unter Bäumen (Laub, Wurzeln).
  • Größe: Schon ab 2–3 m² entsteht ein funktionierendes Ökosystem.
  • Form: Naturnahe, unregelmäßige Formen wirken harmonisch und bieten Tieren Schutz.

2. Heben Sie das Teichloch aus

  • Planen Sie verschiedene Tiefenzonen:
    • Uferzone: 0–10 cm (für Sumpfpflanzen)
    • Flachwasserzone: 10–30 cm
    • Tiefwasserzone: mind. 60–80 cm (gegen Überhitzung im Sommer)
  • Gestalten Sie sanfte Übergänge und Stufen, damit Tiere ein- und aussteigen können.

3. Bereiten Sie den Untergrund vor

  • Entfernen Sie spitze Steine und Wurzeln.
  • Legen Sie ein Vlies als Schutzschicht ein.
  • Dann folgt die Teichfolie (z. B. aus PVC oder EPDM), großzügig überlappend am Rand.

Tipp: Alternativ können Sie auch fertige Teichwannen verwenden – ideal für kleinere Projekte.

4. Gestalten Sie die Ränder

  • Stabilisieren Sie die Ufer mit Steinen, Holz oder Sumpfpflanzen.
  • Lassen Sie die Folie ca. 10 cm überstehen und decken Sie sie mit Kies oder Rasen ab, um das Austrocknen zu verhindern.
  • Eine Kapillarsperre verhindert, dass Wasser durch angrenzenden Boden „abgezogen“ wird.

5. Befüllen Sie den Teich

  • Verwenden Sie möglichst Regenwasser oder abgestandenes Leitungswasser.
  • Füllen Sie langsam, damit keine Hohlräume unter der Folie entstehen.

6. Bepflanzen Sie den Teich naturnah

Wählen Sie heimische Teich- und Uferpflanzen wie:

ZoneGeeignete Pflanzen
UferzoneSumpfdotterblume, Schwertlilie
FlachwasserzoneWasserminze, Rohrkolben, Hechtkraut
TiefwasserzoneWasserfeder, Seerose (für größere Teiche)

Pflanzen fördern die Wasserqualität und bieten Lebensraum für Tiere.

7. Geduld haben und die Natur beobachten

  • Setzen Sie keine Fische ein, wenn Sie ein naturnahes Biotop wünschen – sie fressen Amphibienlarven und Insekten.
  • In kurzer Zeit siedeln sich Libellen, Wasserkäfer und Frösche von selbst an.
  • Pflegen Sie den Teich nur minimal – einmal jährlich abgestorbene Pflanzenteile entfernen reicht oft aus.

     

Hochbeet anlegen

So legen Sie ein Hochbeet im Garten an

Ein Hochbeet ist rückenschonend, platzsparend, fördert gesundes Pflanzenwachstum und verlängert die Gartensaison durch schnellere Bodenerwärmung. Mit der richtigen Schichtung und Pflege ist es sehr ertragreich.

1. Standort auswählen

  • Wählen Sie einen sonnigen, windgeschützten Platz.
  • Idealerweise in Nord-Süd-Ausrichtung für gleichmäßige Lichtverhältnisse.

2. Hochbeet bauen

Sie können ein Hochbeet kaufen oder selbst bauen – z. B. aus Holz, Metall, Stein oder Kunststoff.

  • Maße: ca. 80–100 cm hoch, 1–1,2 m breit (gut erreichbar von beiden Seiten)
  • Unter das Hochbeet kommt ein Wühlmausgitter (z. B. Drahtgeflecht), um Wurzelschäden zu verhindern.

3. Hochbeet richtig schichten (von unten nach oben)

Eine gute Schichtung sorgt für Wärme und Nährstoffe:

  1. Grobe Zweige / Äste (Drainageschicht)
  2. Gehäckseltes Material / grober Kompost
  3. Laub, Rasenschnitt, Gartenabfälle
  4. Reifer Kompost
  5. Gartenerde / Pflanzsubstrat

Tipp: Jedes Jahr kann eine dünne neue Erdschicht aufgefüllt werden, da das Material absackt.

 

 Welche Pflanzen passen gut ins Hochbeet?

Im Hochbeet wächst fast alles, besonders gut:

  • Salate (z. B. Kopfsalat, Rucola)
  • Radieschen, Möhren, Rote Bete
  • Kräuter (z. B. Petersilie, Schnittlauch, Basilikum)
  • Tomaten, Paprika, Gurken (mit Rankhilfe)
  • Mangold, Spinat, Kohlrabi, Zucchini

 

Gute Pflanzpartner: Mischkultur-Empfehlungen

Einige Pflanzen unterstützen sich gegenseitig durch Duftstoffe, Nährstoffnutzung oder Schädlingsabwehr:

Gute NachbarnVorteil
Karotten + ZwiebelnZwiebeln vertreiben Möhrenfliegen
Tomaten + BasilikumBessere Aromabildung, weniger Schädlinge
Salat + RadieschenSchneller Wuchs, wenig Konkurrenz
Kohl + SellerieSellerie wehrt Kohlschädlinge ab

 

Welche Pflanzen sollten Sie nicht zusammen pflanzen?

Manche Kombinationen hemmen das Wachstum oder ziehen dieselben Schädlinge an:

Keine guten NachbarnWarum nicht?
Tomaten + GurkenUnterschiedliche Wasserbedürfnisse, Krankheiten
Zwiebeln + Bohnen / ErbsenZwiebeln stören die Knöllchenbakterien
Kohlarten + ErdbeerenKonkurrenz und Schädlingsanfälligkeit
Fenchel + fast allesHemmt viele andere Pflanzen durch Duftstoffe

Die städtische Wirtschaftsförderung ...

...ist als Schnittstelle zwischen der Wirtschaft und der Stadtverwaltung zu sehen.

Unternehmen, die Fragen und Probleme haben, erhalten hier Informationen und Beratung. Egal, ob Sie geeignete Betriebsräume oder Grundstücke suchen, ob Sie Auskünfte über Fördermöglichkeiten wünschen oder ob nur die Frage auftaucht: Wer ist jetzt zuständig? 

Wir möchten Ihnen helfen, sich im Behörden-Dschungel zurechtzufinden. Unsere Hilfe steht Ihnen auch zur Verfügung, wenn es gilt, Kontakte herzustellen, Angelegenheiten zu koordinieren oder mit Institutionen zu kooperieren. 

Rufen Sie uns einfach an oder schicken Sie uns eine E-Mail mit Ihren Fragen an wirtschaftsfoerderung(at)stadt-helmstedt.de

Die Edelhöfe

Zusammen mit der Stadt Helmstedt entwickelt die Kreis-Wohnungsbaugesellschaft Helmstedt mbH ein aktives Flächenmanagement. Hieraus folgern verschiedene Thesen zur Stadtentwicklung, die in einem Leitbild zusammen gefasst wurden und die wir Ihnen über diesen Link zum Nachlesen anbieten.

Bauen - Wohnen - Leben

Stadtverwaltung Helmstedt
E-Mail:     rathaus@stadt-helmstedt.de
Telefon:   05351 17-0
Fax:        05351 17-7001
Öffnungszeiten
Montag bis Freitag 9.00 bis 12.00 Uhr

Hier klicken für das Telefonverzeichnis

Tourismus/Bürgerinfo:
E-Mail:     tourismus@stadt-helmstedt.de
Telefon:   05351 171717
Fax:        05351 171718

Öffnungszeiten Bürgerbüro Helmstedt
Montag: 08.00 bis 12.00 Uhr
Dienstag: 08.00 bis 12.00 Uhr & 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr
Mittwoch: nur nach Terminvereinbarung
Donnerstag: 08.00 bis 12.00 Uhr & 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr
Freitag: nur nach Terminvereinbarung
Samstag: bitte hier klicken

Öffnungszeiten Bürgerbüro Büddenstedt
Montag: 14:00 bis 16:00 Uhr

© 2026 Stadt Helmstedt ǀ Impressum  ǀ Datenschutz  ǀ Sitemap