Bis zum 30.06.2027 müssen strategische Lärmkarten für
· die Umgebung von Hauptverkehrsstraßen mit über 3 Mio. Kfz pro Jahr
· die Umgebung von Großflughäfen mit über 50.000 Flugbewegungen pro Jahr
durch die ZUS LLGS (Zentrale Unterstützungsstelle Luftreinhaltung, Lärm, Gefahrstoffe und Störfallvorsorge) mit Sitz in Hildesheim erarbeitet werden.
Bis zum 18.07.2029 sind durch alle kartierten Kommunen unter Beteiligung der Öffentlichkeit Lärmaktionspläne zu erstellen bzw. zu überprüfen und ggf. zu überarbeiten.
Die großen Ballungsräume in Niedersachsen wie zum Beispiel Hannover, Göttingen und Braunschweig führen die Arbeiten (Kartierung und Lärmaktionsplanung) zeitgleich in eigener Zuständigkeit durch. Der Bahnlärm wird durch das Eisenbahn Bundesamt (EBA) kartiert.
Auf Basis der Umgebungslärmrichtlinie wird die Lärmbetroffenheit der Einwohnerinnen und Einwohner Niedersachsens seit 2007 mit der 1. Kartierungsrunde alle 5 Jahre durch die landesweite Umgebungslärmkartierung ermittelt. Die Randbedingungen wie z.B. der Kartierungsumfang oder die anzuwendenden Berechnungsverfahren haben sich im Laufe der Jahre bis zur jetzigen 4. Kartierungsrunde kontinuierlich weiterentwickelt, so dass ein Vergleich der Kartierungen aus unterschiedlichen Jahren nur eingeschränkt möglich ist.
Die Ergebnisse der Umgebungslärmkartierung bestehen aus strategischen Lärmkarten, die zum einen aus der graphischen Darstellung der Lärmsituation und zum anderen aus tabellarischen Angaben über die nach den Vorgaben der EU berechnete Zahl der Menschen, die in lärmbelasteten Gebieten wohnen, Größe der lärmbelasteten Flächen sowie Zahl der Wohnungen, Schulen und Krankenhäuser innerhalb der lärmbelasteten Flächen.
Die Ergebnisse der Umgebungslärmkartierung werden zum einen über den Internetauftritt des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimaschutz veröffentlicht. Die graphische Darstellung der Lärmsituation ist als niedersachsenweite Übersicht im pdf-Format und im Detail interaktiv über den Kartenserver zur Ansicht und als Datenbezug verfügbar. Auf dem Kartenserver sind zudem relevante Eingangsdaten einsehbar. Die statistischen Angaben sind für alle betroffenen Gemeinden in einer tabellarischen Übersicht als Excel-Datei hinterlegt.
Bis Mitte Juli 2024 musste die letzte Lärmaktionsplanung beim Bund abgegeben werden. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse finden Sie in der beigefügten Datei. Bei weiteren Fragen und Anregungen können Sie uns gern kontaktieren.