Schwere Baustoffzüge verkehren regelmäßig auf der Nebenbahn Helmstedt – Weferlingen und hinterlassen ihre Spuren. Neben der laufenden Unterhaltung zur Sicherstellung der Betriebssicherheit ist nach mehreren Jahrzehnten Bahnbetrieb irgendwann eine Kernsanierung der Bahnanlage notwendig. Dabei werden in der Regel die Schwellen getauscht und – wenn erforderlich – auch die Schienen. Ferner wird in diesem Zusammenhang die Schotterbettung erneuert. Diese Maßnahme erfolgt derzeit zwischen den beiden Helmstedter Bahnübergängen.
Zum Abschluss einer solchen Baumaßnahme kommt eine „Stopfmaschine“ zum Einsatz. Dieses hochkomplexe Arbeitsgerät richtet das Gleis auf den Millimeter genau in Höhe und Seitenlage aus und verdichtet dabei gleichzeitig den Schotter unter den Schwellen. Damit auch das Schotterbett seine endgültige Form erhält, kommt nach dem Stopfen ein „Schotterpflug“ zum Einsatz.
Die Arbeiten mit den hochmodernen Baumaschinen waren für den 31. Juli 2026 geplant. Das ausführende Unternehmen hatte dafür eine Tagschicht angesetzt. Doch nun musste aufgrund der zu erwartenden Hitze der kommenden Tage umdisponiert werden, denn bei Temperaturen von mehr als 34 Grad C. dürfen Gleisstopfarbeiten aus Sicherheitsgründen nicht mehr ausgeführt werden. Folglich hat sich die Lappwaldbahn dazu entschlossen, die Arbeiten auf die kühleren Nachtstunden zu verlegen. Um Ruhestörungen in Grenzen zu halten, beginnen die Stopfarbeiten nicht schon in der Nacht, sondern erst am frühen Freitagmorgen gegen 4.30 Uhr.
Eine Verschiebung der Baumaßnahme auf einen anderen Tag war nicht möglich, da die dafür benötigten Maschinen aufgrund der regen Bahnbautätigkeit in Deutschland nahezu vollständig ausgebucht sind und inzwischen langfristig vorbestellt werden müssen. Die LWS Lappwaldbahn Service GmbH bittet die Anlieger entlang des betroffenen Streckenabschnitts um Verständnis für mögliche Lärmbelästigungen während der Baumaßnahmen.
