Das Denkmalrettercamp findet vom 1. bis 12. Juni 2026 in Helmstedt statt. Es ist aus den Fluthilfecamps der Jugendbauhütten – ein Projekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Trägerschaft der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste – nach der Ahrtal-Katastrophe 2021 hervorgegangen. Die Idee der gemeinsamen bundesweiten Hilfe wurde weiterentwickelt zu einem mobilen, bundesweiten Einsatzformat: Junge Freiwillige aus ganz Deutschland arbeiten zeitlich begrenzt an ausgewählten Denkmalen, um diese mit praktischer handwerklicher Arbeit vor Ort instand zu setzen und zu deren Erhalt beizutragen. Rund 300 Freiwillige, Jugendliche, junge Erwachsene, frühere und heutige Teilnehmer der Jugendbauhütten werden zwischen dem 1. und 12. Juni 2026 nach Helmstedt kommen, um unter der Anleitung von Fachanleitern gemeinsam zum Erhalt von Kramers Gut einen Beitrag zu leisten. Die Teilnehmenden arbeiten auf Kramers Gut und leben im Camp im Waldbad Birkerteich.
In den zwei Wochen wird nicht nur auf Kramers Gut gearbeitet, sondern die Freiwilligen werden jeweils mittwochs auch an verschiedenen Sondereinsatzstellen im niedersächsischen Helmstedt und Königslutter sowie in Sachsen-Anhalt aktiv. Zu diesen Sondereinsatzstellen zählen:
- Schlosspark Harbke (Sachsen-Anhalt), Arbeiten an einer historischen Mauer
- Scheepers Haus, Königslutter, Natursteinmauerwerk
- Meibomsches Haus, Helmstedt, einsturzgefährdete Treppe abstützen
- Schützenhaus, Helmstedt, Fachwerk streichen
- Burg Warberg, Arbeiten an verschiedenen Mauern, Freilegung von Mauern im Garten
nur am Mittwoch, 10. Juni:
- Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn, Fenster neu streichen
- Hausmannsturm Helmstedt, Start Restaurierungsarbeiten
Am Dienstag, 9. Juni, wird zudem ein Team der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften Braunschweig/Wolfenbüttel vor Ort sein. Die Wissenschaftler forschen an Dämmstoffen aus Pilzmyzel und wollen diese an der historischen Bausubstanz von Kramers Gut testen.
Weitere Informationen: www.jugendbauhuetten.de, www.denkmalschutz.de/denkmale-erleben/jugendbauhuetten/denkmalrettercamp
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland. Sie setzt sich seit 1985 kreativ, fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Baudenkmale ein. Ihr ganzheitlicher Ansatz ist einzigartig und reicht von der Notfall-Rettung gefährdeter Denkmale, pädagogischen Schul- und Jugendprogrammen bis hin zur bundesweiten Aktion Tag des offenen Denkmals®.
Rund 600 Projekte fördert die Stiftung jährlich, vor allem dank der aktiven Mithilfe und Spenden von über 200.000 Förderern. Insgesamt konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bereits über 7.500 Denkmale mit mehr als einer drei viertel Milliarde Euro in ganz Deutschland unterstützen. Doch immer noch sind zahlreiche einzigartige Baudenkmale in Deutschland akut bedroht.
